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Stufe LEAD

Krisen an der Schule: Fortbildung für Leitungs- und Beratungsteams

Wenn eine Schülerin von Suizidgedanken spricht oder ein Schüler Selbstverletzung zeigt, entscheiden die nächsten 30 Minuten. Diese Fortbildung trainiert genau diese Minuten - und alles, was danach organisiert werden muss.

Sie ersetzt keine klinische Versorgung und keine Therapie. Sie macht Ihr Team handlungsfähig bis zu dem Punkt, an dem professionelle Hilfe übernimmt.

Die ersten 30 Minuten

  • Direkt und ohne Umschreibung nach Suizidgedanken fragen
  • Sicherheit herstellen, ohne die Person zu beschämen
  • Vertraulichkeit richtig einordnen und ehrlich ankündigen
  • Klar dokumentieren, was beobachtet und gesagt wurde

Übergabe und Zuständigkeit

  • Wer entscheidet, wer informiert, wer begleitet
  • Eltern einbeziehen - auch wenn das Kind das nicht möchte
  • Anbindung an Kinderschutzverfahren und externe Hilfen
  • Rückkehr in den Unterricht planen statt improvisieren

Selbstverletzung und Offenlegungen in der Gruppe

  • Reaktion, wenn mehrere Schülerinnen und Schüler betroffen sind
  • Umgang mit Gerüchten, Chatgruppen und sozialen Medien
  • Sprache gegenüber der Klasse, die nicht verstärkt
  • Nachsorge über Wochen, nicht über Tage

Das Team danach

Nach einem Vorfall trägt das Personal die Last weiter. Wir üben strukturierte Nachbesprechung, verteilen Verantwortung im Team und legen fest, wer die Beteiligten in den Folgewochen im Blick behält.

Häufige Fragen

Was tun wir, wenn eine Schülerin oder ein Schüler von Suizidgedanken spricht?
Ruhig bleiben, direkt nachfragen, nicht allein lassen, keine Vertraulichkeit zusagen und noch am selben Tag an die zuständige Stelle Ihrer Schule übergeben. Bei akuter Gefahr: Notruf 112. Telefonseelsorge rund um die Uhr: 0800 111 0 111 und 0800 111 0 222, für Jugendliche 116 111.
Ist das eine klinische Krisenintervention?
Nein. Wir bilden keine Therapeutinnen und Therapeuten aus. Das Training trainiert die ersten 30 Minuten und die Übergabe: bemerken, halten, weiterleiten, dokumentieren - und danach das Team stabilisieren.
Wer sollte teilnehmen?
Leitung, Beratungslehrkräfte, Schulsozialarbeit, Kinderschutzbeauftragte und alle, die in einer Krise Entscheidungen treffen. Das entspricht bei uns der Stufe LEAD.
Behandeln Sie selbstverletzendes Verhalten?
Ja. Umgang mit Selbstverletzung, Offenlegungen in der Gruppe und Nachsorge im Klassenverband sind fester Bestandteil, ebenso wie der Umgang mit Gerüchten und sozialen Medien.
Helfen Sie beim Krisenplan der Schule?
Wir prüfen Ihren bestehenden Ablauf, benennen Lücken in Meldewegen, Zuständigkeiten und Nachsorge und geben eine überarbeitete Fassung zurück, die zu Ihren Verfahren passt.
Was passiert nach einem Vorfall mit dem Team?
Wir üben strukturierte Nachbesprechung: wer spricht mit wem, was wird dokumentiert, wie werden Klasse und Kollegium informiert und wie wird die Belastung der Beteiligten aufgefangen.

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Nennen Sie Teamgröße, Rollen und Ihren Wunschzeitraum.

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