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Für Grundschulen und Primarstufen

Psychische Gesundheit in der Grundschule

In der Grundschule zeigt sich Belastung selten in Worten. Sie zeigt sich in Bauchweh, in Rückzug, in einem Kind, das plötzlich nicht mehr kommen will. Dieses Programm gibt Personal und Eltern die Sprache und die Wege dafür.

Wir unterrichten Schülermodule ab 9 Jahren. Für jüngere Jahrgänge liegt der Hebel bei den Erwachsenen: Kollegium, Betreuung und Eltern.

Für das Kollegium

  • Veränderung im Verhalten früh bemerken und sachlich beschreiben
  • Altersgerechte Gesprächseinstiege, die ein Kind nicht überfordern
  • Elterngespräche führen, ohne Schuld zuzuweisen
  • Übergabe an Schulsozialarbeit, Beratung oder Kinderschutz

Für Kinder ab 9 Jahren

  • Gefühle benennen und in Worte fassen
  • Was hilft, wenn es zu viel wird - und wen man ansprechen kann
  • Freundschaft, Ausgrenzung und Zugehörigkeit
  • Erste Schritte zu Selbstwirksamkeit und Resilienz

Für Eltern

  • Warnzeichen im Alltag erkennen, ohne zu dramatisieren
  • Zuhören, ohne sofort lösen zu wollen
  • Routinen, Schlaf und Bildschirmzeit als Stabilitätsfaktoren
  • Wann und wo Sie professionelle Hilfe suchen

Übergang in die weiterführende Schule

Der Wechsel ist einer der belastendsten Momente der Schullaufbahn. Wir bereiten Kollegium und Eltern darauf vor, Anzeichen im letzten Grundschuljahr und in den ersten Monaten danach zu erkennen und die Übergabe an die neue Schule mitzudenken.

Häufige Fragen

Ab welchem Alter arbeiten Sie mit Kindern?
Unsere Schülerarbeit beginnt mit 9 Jahren. Für jüngere Jahrgänge trainieren wir das Personal und die Eltern, statt Module direkt im Klassenraum zu unterrichten.
Ist das nicht zu früh für Kinder?
Es geht nicht um Diagnosen, sondern um Sprache: Gefühle benennen, Belastung ansprechen, Hilfe holen. Genau diese Grundlagen entscheiden später darüber, ob eine Jugendliche oder ein Jugendlicher sich meldet.
Was ändert sich für die Lehrkräfte?
Sie lernen, Veränderung im Verhalten früh zu bemerken, ein kurzes Gespräch altersgerecht zu führen und die Eltern einzubeziehen, ohne die Situation zu dramatisieren.
Wie sieht Belastung bei jüngeren Kindern aus?
Häufig körperlich und im Verhalten: Bauchweh, Schlafprobleme, Rückzug, Wutausbrüche, Schulvermeidung, plötzlicher Leistungsabfall. Entscheidend ist die Veränderung gegenüber dem individuellen Normalzustand.
Beziehen Sie Eltern mit ein?
Ja. Für Grundschulen empfehlen wir eine Elternsitzung parallel zum Personaltraining, damit Kinder zu Hause und in der Schule dieselben Worte hören.
Gilt das auch für neurodivergente Kinder?
Ja, mit einer Ergänzung: Belastung kann anders aussehen und durch Anpassungsverhalten länger unsichtbar bleiben. Wir behandeln das ausdrücklich im Training.

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