- Ab welchem Alter arbeiten Sie mit Kindern?
- Unsere Schülerarbeit beginnt mit 9 Jahren. Für jüngere Jahrgänge trainieren wir das Personal und die Eltern, statt Module direkt im Klassenraum zu unterrichten.
- Ist das nicht zu früh für Kinder?
- Es geht nicht um Diagnosen, sondern um Sprache: Gefühle benennen, Belastung ansprechen, Hilfe holen. Genau diese Grundlagen entscheiden später darüber, ob eine Jugendliche oder ein Jugendlicher sich meldet.
- Was ändert sich für die Lehrkräfte?
- Sie lernen, Veränderung im Verhalten früh zu bemerken, ein kurzes Gespräch altersgerecht zu führen und die Eltern einzubeziehen, ohne die Situation zu dramatisieren.
- Wie sieht Belastung bei jüngeren Kindern aus?
- Häufig körperlich und im Verhalten: Bauchweh, Schlafprobleme, Rückzug, Wutausbrüche, Schulvermeidung, plötzlicher Leistungsabfall. Entscheidend ist die Veränderung gegenüber dem individuellen Normalzustand.
- Beziehen Sie Eltern mit ein?
- Ja. Für Grundschulen empfehlen wir eine Elternsitzung parallel zum Personaltraining, damit Kinder zu Hause und in der Schule dieselben Worte hören.
- Gilt das auch für neurodivergente Kinder?
- Ja, mit einer Ergänzung: Belastung kann anders aussehen und durch Anpassungsverhalten länger unsichtbar bleiben. Wir behandeln das ausdrücklich im Training.