Warum es zählt
Kaum ein junger Mensch beginnt mit einer Überweisung. Es beginnt mit einer Bemerkung an eine Freundin, einer verpassten Abgabe oder zwei stilleren Wochen. Kompetenz macht aus diesen Signalen eine unterstützende statt einer disziplinarischen Reaktion.
Vier Bestandteile
Erkennen, was eine echte Veränderung ist; verstehen, was üblicherweise hilft; Sprache, die beschreibt statt diagnostiziert; und Kenntnis des Weges zu professioneller Hilfe. Fehlt eines davon, bleiben die anderen wirkungslos.
Beispiel: eine Lehrkraft
Einer Tutorin fällt auf, dass eine Schülerin seit drei Wochen nicht mehr mit ihrer Gruppe isst. Statt 'Alles okay?' benennt sie, was sie sieht, hört zu und informiert noch am selben Tag die pastorale Leitung.
Beispiel: ein Elternteil
Ein Vater hört zum fünften Abend in Folge 'Ich bin nur müde'. Statt zu beschwichtigen, benennt er das Muster, stellt eine offene Frage und hält die Stille lange genug aus.
Beispiel: eine Schülerin
Eine Oberstufenschülerin merkt, dass die Witze ihres Freundes über Schlaflosigkeit keine Witze mehr sind. Sie weiß, zu welcher Lehrkraft sie ihn begleitet - und dass Erzählen kein Verrat ist.
Wo wir es vermitteln
Unser Schülerprogramm läuft in sechs Modulen innerhalb bestehender Tutoren- oder Wellbeing-Zeiten, begleitet von Elternsessions und Trainings für Lehrkräfte, damit alle drei Gruppen dasselbe lernen.